Wanted: Ford Bronco Ranger XLT gesucht

von 18.07.19

Freunde, ich brauche eure Hilfe!

Ich suche den Ford Bronco Ranger XLT von 1978, der einmal meinem Vater gehörte. Existiert der Held meiner Kindheit noch? Fährt er noch oder kann er nur noch stehen? Ich freue mich über jeden Hinweis, den ihr mir geben könnt. Hier ein paar Merkmale, woran ihr „meinen“ Bronco erkennen könnt:

  • Ford Bronco Ranger XLT
  • Farbe: White / Dark Cinnamon Glow
  • Motor: 6.6 Liter V8 (400 cui) – Tauschmotor
  • Erstzulassungsdatum in den USA: 01.07.1978
  • Erstes Zulassungsdatum in Deutschland: 17.04.1979
  • auf den Halter: Ekkehard Meincken, Waldshut-Tiengen
  • Fahrgestellnummer / VIN: U15SLBB0959
  • Innenausstattung: Beige-braun, Vinyl, mit brauner Box zwischen Fahrer- und Beifahrersitz
  • Besonderheiten: „Zähne“ an der Stoßstange, dreispeichiges Sportlenkrad, Thermometer am Handschuhfach (so, wie ich meinen Vater kenne, für die Ewigkeit verklebt)
  • Wartungen, Reparaturen und der Motortausch erfolgten in Lauchringen beim Autohaus Eschbach

Hier noch ein Bild – mit meiner Schwester auf der Motorhaube:

Großer Bronco – große Liebe

Mein Vater, Ekkehard Meincken, kaufte diesen Ford Bronco Ranger XLT im Jahr 1979, weil er eine vernünftige Zugmaschine für sein Segelboot suchte. Der Zufall wollte es, dass ein bekannter Autohändler einen Bronco aus den USA mitbrachte, um ihn in Deutschland anzubieten. Mein Vater schlug sofort zu. Der Koloss war nicht ganz ein Jahr alt und hatte noch kaum Meilen auf dem Tacho – ein gutes Geschäft! Von da an begleitete uns das amerikanische Urtier bei nahezu allen Gelegenheiten, ob bei schrägen Trips an die Ostsee oder Höllenfahrten durch die Alpen (auf einer sehr engen Passstraße opferte mein Vater einmal großflächig Lack).

Ich war noch im Bauch meiner Mutter, da rutschte mein Vater gemeinsam mit seiner schwangeren Frau schon über schlammige Berghänge, um die Geländeuntersetzung zu testen. Bald darauf fuhren wir mit Tauschmotor, weil er zu Beginn seiner Bronco-Liebe der Meinung war, man müsse bei einem 6.6-Liter-V8 kein Öl nachfüllen. Er wurde schnell eines Besseren belehrt und die Schwabengarage in Stuttgart organisierte Ersatz. Kleine Notiz am Rande: Von da an wurde penibelst auf den Ölstand geschaut.

An herbstlichen Sonntagen, wenn wir bei Wind und Wetter durch den Schwarzwald spazierten, wurde der Bronco grundsätzlich im Acker geparkt. Einmal grub er sich ein bis zum Bauch. Wir klemmten die Gummifußmatten unter die Reifen, die beim nächsten Gasstoß durch die Nacht fetzten wie angeschossene Fledermäuse. Am Ende zog uns ein Scorpio-Fahrer hinaus. Es war der Dolchstoß für meinen sturen Vater.

Ich erinnere mich an Touren an die Ostsee. Das Schiff auf dem Trailer, der Bronco mit aufgeblasenen Hijackers, damit sich das Gespann nicht aufschaukelte. Ich erinnere mich, dass ich meinen Vater abends schon von Weitem hören konnte, wenn er nach Hause fuhr. Ich hörte, wie die Reifen über den Asphalt walzten. Die Mulden, die der schwere Wagen in die Auffahrt gedrückt hat, sind auch heute, 23 Jahren später, noch zu sehen. Und ich erinnere mich, als mein Vater, inzwischen schwer erkrankt, seinen Ford Bronco Ranger XLT an einen Händler aus Konstanz verschenkte. Der Bronco verließ uns. Mein Vater starb vier Jahre später.

Lebt der Held meiner Kindheit noch?

Einige von kennen die schrägen Geschichten, die wir mit unserem Ford Bronco Ranger XLT erlebt haben. Schon vor Jahren habe ich sie auf den Seiten der V8-Kultur veröffentlicht, später noch einmal auf Spiegel Online. Sie lassen mich nicht los. Das Auto lässt mich nicht los. Vielleicht, weil es das Charakteristischste ist, was ich mit meinem Vater verbinde. Er war wie sein Auto: Kantig, stur, aber mit einem breiten Kreuz und von erstaunlicher Stärke.

Da der Bronco für mich vor allem einen hohen ideellen Wert hat, ja, fast eine Art Familienmitglied war, möchte ich nichts unversucht lassen, ihn wiederzufinden. Wenn ihr mir auch nur den kleinsten Hinweis geben könnt, wo er sein könnte, schreibt mir gerne an:

redaktion@motorenundmenschen.de

Ich danke euch!

PS: Natürlich dürft ihr diesen Artikel gerne teilen – spread the word!

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